Seit 1994 existiert der Verein „Aktion Luftballon“ zur Unterstützung der Kinderklinik des Lukaskrankenhauses. In diesem Jahr werden wir mit Partnern und Freunden unserer Wohnungsgenossenschaft zu diesem tollen Engagement beitragen: mit unserer Weihnachtsspenden-Aktion!

Anstatt Präsente untereinander auszutauschen, sammeln wir das dafür eingesetzte Geld und lassen es den Menschen zukommen, die mit ihrem Verein „Aktion Luftballon“ zur Gesundung der kleinen Patienten beitragen. Gleichzeitig rufen wir auch in diesem Jahr unsere Partner und Freunde dazu auf, unserem Beispiel zu folgen. Denn: Natürlich freut man sich vor allem in der Vorweihnachtszeit über Aufmerksamkeiten. Aber die dafür aufgewendeten Mittel können an anderer Stelle viel besser verwendet werden und weitaus nachhaltiger Gutes bewirken. Zum Beispiel eben in der Kinderklinik, speziell auf der Intensivstation, wo die „Aktion Luftballon“ mit großem ehrenamtlichen Engagement die Arbeit von Ärzten, Schwestern und Pflegekräften in Absprache mit den Beteiligten tatkräftig unterstützt.

 Dazu gehört die Beschaffung von medizinischen Geräten ebenso, wie der Einsatz einer Sozial-Therapeutin, die bei Bedarf den kleinen Intensiv-Patienten und ihren Eltern vor Ort beisteht. „Erwachsene mit einem schwerkranken Kind haben oft Angst“, sagt Susanne Thywissen, Gründerin und Vorsitzende der „Aktion Luftballon. „Das sind zum Teil Menschen, die voll im Leben stehen: die sind gut im Job, die meistern Alltag und Kinder – und plötzlich werden sie mit einer Situation konfrontiert, die sie nicht steuern können. Damit sind sie überfordert. Diese Menschen gilt es, zu stärken. Denn, wenn die Eltern stark sind, sind es die Kinder auch.“ Wie einschneidend es sein kann, wenn das eigene Kind auf der Intensivstation liegt, hat Susanne Thywissen am eigenen Leib erfahren, als ihr Sohn kurz nach der Geburt an einer lebensbedrohlichen Meningitis erkrankte. Damals schwor sie, sich für die Kinderklinik zu engagieren.

 „Aktion Luftballon“ ist komplett spendenfinanziert und funktioniert dank vieler ehrenamtlich Tätigen, Freunden und Förderern. Wichtig bei der Beschaffung moderner Apparate ist auch, dass solche Geräte in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen. „Wissen Sie, wenn ein schwerkrankes Kind Hilfe braucht, zählt oft jeder Moment. Stellen sie sich vor: es kommt zu einer Gehirnschädigung, weil das Kind in einer Notsituation minutenlang ohne Sauerstoffversorgung ist. Das entsprechende Beatmungsgerät steht nicht zur Verfügung oder es wird in diesem Augenblick an einer anderen Stelle genutzt. Das ist lebensbedrohlich.“ Der Spendenerlös soll übrigens für die Anschaffung einer neuen Messtechnik genutzt werden, die unter der Geburt die Sauerstoffsättigung im Hirngewebe angibt. Das wäre eine große Hilfe.

Auch die Umgebung trägt mithilfe der „Aktion Luftballon“ zur Gesundung bei. Mit dem „Eltern-Kaffee“ wurde ein Raum geschaffen, wo sich Eltern miteinander austauschen und gegenseitig helfen können. Hier ist auf Wunsch auch die Therapeutin zugegen. Für die kranken Kinder kommen unter anderem alle 14 Tage Musikkünstler und Clowns auf die Station und sorgen für gute Laune. „Wenn Kinder im Gesamtkontext behandelt werden, genesen sie besser. Ein Zimmer, in dem sie sich wohlfühlen, und eine freundliche Umgebung auf der Station sind sehr wichtig. Gerade für Kinder, die mehrfach operiert wurden und fast nur Gesichter mit Mundschutz kennen.“ Motivierende Gesten wie das Verteilen von „Tapferkeitsorden“ oder Luftballons zeichnen ebenfalls das Engagement des Vereins aus. Letzteres geschieht übrigens zur Motivation der Eltern, wenn ihr Frühchen-Kind 100 Gramm zugenommen hat.

Helfen Sie mit, das tolle Engagement der „Aktion Luftballon“ zu unterstützen: mit der Weihnachtsspenden-Aktion der GWG 2019! Senden Sie Ihren Spenden-Beitrag unter dem Kennwort „GWG Weihnachtsaktion“ direkt auf das Konto der "Aktion Luftballon"

IBAN DE38 3055 0000 0000 7385 00

Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt.

Wir wünschen eine schöne Weihnachtszeit!

 

Bildnachweis: Bildarchiv des Lukaskrankenhauses Neuss 2016