Die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. wird an der Danziger Straße im Osten von Kaarst zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Genossenschaftswohnungen errichten. In unmittelbarer Nachbarschaft wird die Tochtergesellschaft der GWG zusätzlich den Neubau von neun Miet-Einfamilienhäusern realisieren.

Den symbolischen ersten Spatenstich setzte am 27.06.2019 Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus mit ihrem Stellvertreter Heinz Kampermann und Stadtkämmerer Stefan Meuser sowie Vertreterinnen und Vertretern des Kaarster Stadtrates und Architekt Richard Wichmann. Die GWG wurde durch die Vorstandsmitglieder Ulrich Brombach und Stefan Zellnig sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Runde und den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Horst Ferfers vertreten.

Angestoßen wurde das Neubauprojekt durch die Stadt Kaarst, die das Grundstück mit einer Größe von insgesamt 3.752 m² bereits in 2016 an den Markt zum Verkauf gegeben hatte. Hier konnte seinerzeit die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e.G. mit ihrem Angebot überzeugen und kaufte das Grundstück von der Stadt. Verknüpft wurde dieses Angebot mit dem klaren Auftrag, an dieser Stelle auch öffentlich geförderten Mietwohnungsbau zu errichten. "Wir sind froh, dass wir für dieses Projekt mit der GWG eine lokal verwurzelte Wohnungsgenossenschaft gewinnen konnten, die ihren sozialen Auftrag ernst nimmt und sich bereits seit mehreren Jahren in Kaarst engagiert", sagt Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus. Seit 2014 hat die Genossenschaft auf Kaarster Stadtgebiet bereits 79 Neubauwohnungen an der Klarissenstraße und an der Bataverstraße in Büttgen errichtet. 39 dieser Wohnungen wurden aus Mitteln des Bundes und der NRW.Bank öffentlich gefördert.

22 der nun an der Danziger Straße entstehenden 24 Wohnungen werden öffentlich gefördert, so dass sie zu einer besonders günstigen Netto-Kaltmiete von 5,75 €/m² vermietet werden können. Auch bei den beiden freifinanzierten Wohnungen werde die GWG mit den Mietpreisen deutlich unter den Möglichkeiten des Mietspiegels bleiben, wie GWG-Vorstand Ulrich Brombach betont: "Die Geschäftspolitik der Genossenschaft deckt sich absolut mit dem gesellschaftlichen Erfordernis zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und mit  den Förderbedingungen des Landes NRW". Trotz guter Förderkonditionen des Landes werde es aufgrund der stark steigenden Baukosten allerdings zunehmend zur Herausforderung, derartige Neubauprojekte wirtschaftlich darstellen zu können, so Ulrich Brombach weiter. Ausdrücklich lobt GWG-Vorstand Stefan Zellnig deshalb die Stadt Kaarst: "Der Grundstückskaufpreis ist ein ganz wichtiger Schlüssel zur Realisierung bezahlbaren Wohnraums. Die Stadt Kaarst hat hier erneut bewiesen, dass es ihr mit der Beseitigung des Wohnraummangels Ernst ist. Sie hat das Grundstück nicht an den Meistbietenden veräußert, sondern einen dem Zweck angepassten Preis aufgerufen."  

Die Wohnungen werden als Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen ausgeführt, mit Wohnungsgrößen von ca. 51 m² bis ca. 74 m². Sämtliche Wohnungen werden mittels Aufzug barrierefrei erreichbar sein und erhalten bodengleiche Duschen.

Die benachbarten neun Mieteinfamilienhäuser der GWG GmbH werden Wohnflächen von 112 m² (Reihenmittelhaus) bzw. 126 m² (Reihenendhaus) haben. Sechs der neun Häuser werden ebenfalls mit öffentlichen Mitteln gefördert und können deshalb ebenso preisgünstig vermietet werden wie die Geschosswohnungen. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der GWG am Standort Danziger Straße wird sich auf ca. 7,2 Mio. Euro belaufen. Das Projekt wird mit einem Betrag in  Höhe von rund 3,9 Mio. Euro aus Mitteln des Bundes  und der NRW.Bank öffentlich gefördert.